Alpenkräuter Enzian und Wermut mit getrockneter Orange – die Bitterkräuter im Sankt Sprizz Aperitivo

Enzian & Wermut: die Bitterkräuter im Aperitivo

Enzian und Wermut sind die Bitterkräuter, die einem Aperitivo seinen Charakter geben — seit jeher sind sie die Würze von Vermouth und Enzianschnaps. Bei Sankt Sprizz sorgen sie als echte Kräuterextrakte für das fein Herbe im Glas, ganz ohne künstliches Aroma. Und sie beantworten die Frage, die sich viele beim ersten Schluck stellen: Warum schmeckt ein guter Aperitivo eigentlich herb und nicht süß?

Weil er es soll. Die Antwort führt zu zwei alten Pflanzen aus dem Alpenraum, zu einer Getränkekategorie, deren Name aus dem Deutschen kommt — und zu der Frage, wie Kräuter überhaupt in eine Flasche kommen.

Enzian: die Wurzel mit dem tiefen Bitter

Gemeint ist der Gelbe Enzian (Gentiana lutea), eine geschützte Gebirgspflanze. Verwendet wird nicht die Blüte, sondern die Wurzel — und die gehört zu den bittersten natürlichen Zutaten überhaupt. Aus ihr entsteht der klassische Enzianschnaps, und sie steckt in vielen Kräuterbittern.

In einem Aperitivo geht es aber nicht darum, möglichst bitter zu sein. Enzian wird fein dosiert: In kleiner Menge gibt die Wurzel dem Getränk Tiefe und diese unverwechselbare herbe Note, die am Gaumen bleibt, wenn die erste Frucht schon verklungen ist. Ohne dieses Fundament wirkt ein Aperitif schnell flach — süß, aber ohne Kontur.

Wermut: das Kraut, das einer ganzen Kategorie den Namen gab

Wermut (Artemisia absinthium) ist so eng mit aromatisiertem Wein verbunden, dass er einer ganzen Getränkekategorie den Namen gab: Vermouth kommt vom deutschen „Wermut“. Sein Bitter ist anders als das des Enzians — krautiger, etwas heuig, mehr Wiese als Wurzel.

Im Zusammenspiel ergänzen sich beide: Der Enzian legt das tiefe, erdige Fundament, der Wermut setzt die krautige Würze obendrauf. Genau diese Kombination macht einen Aperitif erwachsen statt limonadig.

Echte Kräuter und Wurzeln – Enzian und Wermut für einen herben Aperitivo
Enzian und Wermut – Bitterkräuter mit Tradition im Alpenraum. KI-generiertes Symbolbild.

Warum ein Aperitivo bitter sein darf

Das Wort Aperitivo beschreibt keinen Drink, sondern einen Moment: das Glas vor dem Essen, in geselliger Runde, wenn der Tag langsam in den Abend kippt. Kulturell gehört dazu eine herbe, klare Note — kein süßes Naschgetränk, sondern etwas, das den Moment einläutet.

Die Bitterkräuter sind das Herz dieser Tradition — von Norditalien, wo der Aperitivo zur Alltagskultur gehört, bis ins bayerische Voralpenland, wo Enzian und Wermut seit jeher zu Hause sind. Sankt Sprizz übersetzt dieses Ritual in einen bayerischen Aperitivo: italienische Kultur, Kräuter aus der alpenländischen Tradition. Mehr zur Einordnung liest du in Aperitivo aus Bayern.

Echte Extrakte statt „Aroma“ — wie die Kräuter ins Glas kommen

Entscheidend ist, wie Enzian und Wermut ins Glas kommen. Bei Sankt Sprizz stecken sie als echte Kräuterextrakte in der Rezeptur — der vollständige Auszug der Pflanze, nicht ein nachgebautes „Aroma“ aus dem Labor. Der Unterschied ist größer, als das Etikett vermuten lässt, denn „natürliches Aroma“ darf vieles heißen. Was genau, erklären wir in Was „natürliches Aroma“ wirklich bedeutet.

Dahinter steht eine nachvollziehbare Kette: Der Bio-Wein stammt vom Bioland-Weingut Rothe in Nordheim am Main (Franken) — Manfred Rothe ist Bioland-Pionier und war gelernter Koch. Die Grundmischung mit Enzian und Wermut entsteht in der Genossenschafts-Brennerei Willing bei Bad Aibling, einem Betrieb von 1881, in dem heute nichts mehr destilliert wird. Gemischt und abgefüllt wird am Ammersee, bei PERGER in Breitbrunn. Bioland heißt dabei: Richtlinien, die deutlich strenger sind als das gesetzliche EU-Bio-Siegel. Den ganzen Weg beschreiben wir in Wie wir Sankt Sprizz machen.

Kräuter statt Farbstoff: der Blick aufs Etikett

Wer den Charakter aus echten Kräutern holt, braucht weniger Kosmetik. Der Rosé-Ton von Sankt Sprizz kommt ohne Farbstoffe aus, Chinin ist nicht enthalten, und die Süße stammt aus den Trauben — 5,5 g Zucker je 100 ml stehen auf dem Etikett. Viele bekannte Aperitifs arbeiten anders: Aperol setzt auf die Azofarbstoffe E110 und E124, Crodino auf die Farbstoffe E150b und E110. Für Azofarbstoffe wie E110 gilt in Lebensmitteln eigentlich der Warnhinweis „kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ — bei Getränken mit mehr als 1,2 % vol. entfällt er allerdings (lebensmittelklarheit.de).

Auch beim Zucker lohnt der Blick auf die Zahlen:

Getränk Zucker je 100 ml Anmerkung
Sankt Sprizz 5,5 g Süße der Trauben · ohne Farbstoffe (Etikett)
Lillet Tonic (fertig gemixt) 8,6 g 10,3 % vol.
Cola ca. 10,6 g zum Vergleich
Aperol Spritz (fertig gemixt) 11 g 10,5 % vol. · Farbstoffe E110 + E124
Crodino 15 g Farbstoffe E150b + E110

Für alle Spalten seitlich wischen →

Sankt Sprizz gibt es in zwei Stärken mit gleicher Rezeptur: Senza mit 0,0 % vol. auf dem Etikett, auf Basis von entalkoholisiertem Bio-Wein, und Classic mit 5,0 % vol. Senza kommt auf 22 kcal je 100 ml, Classic auf 50 — der Unterschied ist allein der Alkohol. Die Kräuterextrakte aus Enzian und Wermut stecken in beiden.

Mehr: Was wirklich in Aperol steckt · Alkoholfreier Aperitivo im Vergleich · Getränke für Feiern mit und ohne Alkohol · Senza probieren

Häufige Fragen

Was ist Enzian und wie schmeckt er?

Der Gelbe Enzian ist eine geschützte Gebirgspflanze. Verwendet wird die sehr bittere Wurzel, die Aperitifs und Enzianschnaps schon in kleiner Menge ihre tiefe, herbe Note gibt.

Was ist Wermut?

Wermut (Artemisia absinthium) ist ein krautig-bitteres Kraut. Es ist namensgebend für Vermouth, also aromatisierten Wein, und gibt einem Aperitivo seinen erwachsenen, herben Charakter.

Warum ist ein Aperitivo bitter?

Weil das Bittere kulturell zum Auftakt vor dem Essen gehört. Es macht den Aperitivo klar und erwachsen statt süß. Bei Sankt Sprizz kommt es aus echten Kräuterextrakten von Enzian und Wermut.

Sind Enzian und Wermut auch in der alkoholfreien Variante enthalten?

Ja. Senza mit 0,0 % vol. auf dem Etikett und Classic mit 5,0 % vol. teilen die gleiche Rezeptur, also auch die Kräuterextrakte aus Enzian und Wermut. Der Unterschied liegt im Alkohol.

Enthält Sankt Sprizz künstliche Farbstoffe oder Aromen?

Nein. Die herbe Note kommt aus echten Kräuterextrakten, der Rosé-Ton entsteht ohne Farbstoffe, und Chinin ist nicht enthalten. Die Süße stammt aus den Trauben, mit 5,5 g Zucker je 100 ml laut Etikett.

Sankt Sprizz in drei Stärken – Kronkorken mit 0,0 %, 1 % und 5 % vol – Foto: forStory

Hol dir den Aperitivo nach Hause

Trinkfertig auf Eis mit getrockneter Orangenscheibe – Bioland-zertifiziert, aus Bayern. Gratis Versand ab 65 €, ungeöffnet 24 Monate haltbar.

Der nächste Anlass kommt bestimmt