Über Sankt Sprizz

Über Sankt Sprizz

Angefangen hat alles mit einem Getränk, das gefehlt hat.

Eine kurze Geschichte über Willing und München, über die Kunst, einfach mal nichts zu müssen — und über einen Aperitivo, den es mit und ohne Alkohol gibt, damit beim Anstoßen niemand ein Ersatzgetränk in der Hand hält.

Unsicher, welche Sorte? Finde deine Sorte →

Bio-Aperitivo aus Bayern: fruchtig und herb, auf echter Weinbasis vom Bioland-Winzer, mit Enzian und Wermut. Mit 0,0 % vol. und mit 5,0 % vol. Wir sind Unterstützermitglied bei Slow Food Deutschland.

Johannes Schubert, Gründer von Sankt Sprizz, mit einer Flasche Sankt Sprizz
Johannes Schubert, Gründer von Sankt Sprizz. Foto: Daniela Pfeil

Geschmack

Zuerst Frucht, dann eine angenehme Bitternote.

Sankt Sprizz ist rosé im Glas und fein perlend. Zuerst kommt die Frucht, dann die Bitternote — und die verfliegt wieder, wie bei einem guten Tonic, statt auf der Zunge zu bleiben. An diesem Übergang habe ich am längsten gefeilt.

Was man schmeckt, ist Wein: eine Cuvée vom Bioland-Weingut Rothe in Franken, dazu Kräuterextrakte aus Enzian und Wermut. Kein Aroma auf Wasser.

Sankt Sprizz wird ins Glas eingeschenkt, rosé, mit getrockneter Orangenscheibe. Foto: forStory
Trinkfertig, kalt, mit getrockneter Orange. Foto: forStory

Es gibt ihn in zwei Stärken — Senza 0,0 % vol. und Classic 5,0 % vol. —, beide mit derselben Weinbasis, denselben Kräutern, derselben Rezeptur.

Dazwischen gab es die Light mit 1,0 % vol. Wir füllen sie nicht mehr ab; solange der Restbestand reicht, ist sie noch da. Sankt Sprizz Light 1,0 % →

Alkoholfreier Aperitivo im Vergleich →

Die Geschichte von Sankt Sprizz

Sankt Sprizz ist in Willing daheim. Unser Aperitivo entsteht in der Genossenschafts-Brennerei von 1881 bei Bad Aibling — im Mangfalltal, mit dem Wendelstein am Horizont. Der Liebe wegen bin ich hergezogen, und wer einmal hier lebt, weiß, warum man bleibt. Geboren und aufgewachsen bin ich allerdings in München. Und dort beginnt diese Geschichte.

Die Italiener sagen, München sei die nördlichste Stadt Italiens — spätestens, wenn sie selbst auf die Wiesn fahren. Gemeint ist der Lebensstil, der hier viel mehr draußen stattfindet als im Rest Deutschlands (und ein bisschen die italienische Architektur, die Baumeister aus dem Süden hinterlassen haben). Man sitzt im Biergarten, an der Isar, auf den Stufen vor der Bavaria oder in den Streben der Hackerbrücke, hat ein gutes Gespräch und ein kaltes Glas in der Hand — und der Nachmittag muss nirgendwohin. Das ist die Kunst, die ich an dieser Stadt liebe: einfach mal nichts müssen.

Was mich lange gestört hat: Im Glas war meistens Bier, ein Radler oder der gängige orange Spritz. Ein wirklich guter Aperitivo ohne Alkohol — der hat gefehlt.

Und dann die Feiern. Runde Geburtstage, Hochzeiten, Taufen. Man kommt zusammen, um etwas zu begehen, und stößt am Ende mit verschiedenen Gläsern an — die einen mit Sekt, die anderen mit Sekt-o, Apfelschorle oder Wasser. Ich wollte einen Aperitif, der fein genug zum Anstoßen ist und trotzdem niemanden am Tisch übrig lässt.

Beim Bier haben wir das Reinheitsgebot, beim Aperitif nichts dergleichen — vieles, was schön nach Sonnenuntergang aussieht, schmeckt am Ende mehr nach Zucker und Farbe als nach echten Zutaten. Das andere Extrem wollte ich aber auch nicht: bio, aber belehrend, immer nur auf Gesundheit bedacht. Mir ging es um beides zugleich — dolce far niente und ehrliche Zutaten.

Gefeilt habe ich lange — fast zwei Jahre, bis der Geschmack saß. Anfang 2026 ist die Idee aus München dann angekommen: in der alten Brennerei in Willing. Wir haben die Brennerei behalten. Das Brennen nicht: Hier entsteht die Grundmischung aus Wein und Kräuterextrakten — destilliert wird dort nichts mehr. Der Name ist von 1881, die Arbeit ist von heute. Et voilà. Warum alle am selben Tisch anstoßen →

Historisches Schild der Genossenschafts-Brennerei Willing (erbaut 1881) bei Bad Aibling
Seit Anfang 2026: die Genossenschafts-Brennerei Willing von 1881 bei Bad Aibling. Foto: Sankt Sprizz
Weinlese von Hand mit der Butte im Bioland-Weinberg des Weinguts Rothe in Franken – Foto: Weingut Rothe
Lese von Hand im Bioland-Weinberg bei Nordheim am Main. Foto: Weingut Rothe

Unser Geschmack beginnt im Weinberg

Manfred Rothe macht den Wein. Auch für die Flasche ohne Alkohol. Dieselbe Bioland-Weinbasis steckt in beiden Stärken — für die alkoholfreie Senza ziehen wir den Alkohol schonend wieder heraus. Das ist mehr Arbeit, nicht weniger.

Wasser wäre billiger gewesen.

Wir haben es trotzdem so gemacht. Bioland ist für mich kein Etikett auf der Flasche, sondern die Entscheidung für eine Weinbasis, die man zurückverfolgen kann: Der Verband arbeitet nach Richtlinien, die über die EU-Bio-Verordnung hinausgehen, und im Weinberg sieht man das — zwischen den Rebzeilen wächst Klee.

Das schmeckt man am Ende im Glas. Ein Wein aus so einem Weinberg bringt Säure und Struktur mit, und genau die braucht ein Aperitivo, der herb sein soll, ohne bitter zu werden. Was Bioland wirklich bedeutet →

Die Menschen dahinter

Auf dem Weg habe ich großartige Leute getroffen — mehr, als hier Platz haben. Zwei sind zu Partnern geworden: Wein aus Franken, abgefüllt am Ammersee, zweifach bayerisch verwurzelt. Idee und Rezeptur sind dabei immer meine geblieben.

Johannes Schubert bei der Verkostung – Foto: Daniela Pfeil
Johannes bei der Verkostung. Foto: Daniela Pfeil
Manfred Rothe, Bioland-Winzer in Nordheim am Main – Foto: Weingut Rothe

Foto: Weingut Rothe

Wein · Franken

Manfred Rothe

Manfred war gelernter Koch, bevor er Winzer wurde — das merkt man. Er hat eine Offenheit, die in der Branche selten ist, Lust am Experimentieren und Lust auf mein Getränk. Von seinem Bioland-Weingut in Nordheim am Main kommt die Weinbasis — für beide Stärken, auch für die ohne Alkohol. Ein Mann, den man anrufen kann.

weingut-rothe.de ↗

Johannes von Perger an der Abfüllanlage in Breitbrunn am Ammersee, historische Aufnahme – Foto: Ammersee Kelterei

Foto: Ammersee Kelterei

Abfüllung · Ammersee

Johannes von PERGER

Johannes vom Ammersee hat von der ersten Minute an auf Augenhöhe geredet — und ist ein alter Freund von Manfred, womit sich der Kreis schließt. In meiner Brennerei gehen nur kleine Chargen; bei ihm wird daraus die Menge, die das Ganze erst trägt.

perger.de ↗

So bleibt jede Station in Bayern und hat einen Namen, den man anrufen kann: Manfred Rothe, Franken — der Wein. Johannes von Perger, Ammersee — die Abfüllung. Willing bei Bad Aibling — die Kräuter.

Dazu kommen Unterstützer, die mich tragen wie eine Familie — vor allem Ansprechpartner bei den Großhändlern im Münchner Umland — und Mount Hagen, eine alteingesessene Hamburger Bio-Firma. München und Hamburg verbindet seit jeher eine heimliche Freundschaft (spätestens seit „Zwei Münchner in Hamburg“). Daraus wird gerade etwas Neues: Kaffee trifft Spritz. Hamburg meets Munich. Espresso Tonic ansehen ↗

Vom Weinberg zum Glas

Drei Orte, drei Leute

Der Wein kommt aus Franken, die Grundmischung entsteht in Willing bei Bad Aibling, abgefüllt wird am Ammersee.

  • 1Nordheim am Main, Franken
    Manfred Rothe, Bioland-Winzer — der Wein
  • 2Willing bei Bad Aibling
    Genossenschafts-Brennerei von 1881 — die Grundmischung
  • 3Breitbrunn am Ammersee
    Johannes von Perger — die Abfüllung

Getrunken wird er dann dort, wo jemand aufmacht — in München, im Rosenheimer Land, überall in Oberbayern.

Du planst ein Fest? Der Gastgeber-Planer rechnet aus, wie viele Flaschen du brauchst →

Begrünte Rebzeilen im Bioland-Weinberg des Weinguts Rothe bei Nordheim am Main – Foto: Weingut Rothe
Zwischen den Rebzeilen in Franken. Foto: Weingut Rothe
Leere Glasflaschen auf dem Füllerband der Ammersee Kelterei in Breitbrunn am Ammersee – Foto: Ammersee Kelterei
Das Füllerband in Breitbrunn. Foto: Ammersee Kelterei

Wo es Sankt Sprizz gibt

Sankt Sprizz steht längst nicht nur hier im Shop. Über die führenden Bio-Großhändler ist der Aperitivo für Bioläden, Hofläden und Gastronomie bestellbar — und in immer mehr Märkten kannst du Sankt Sprizz direkt aus dem Regal mitnehmen.

Im Bio-Großhandel gelistet

Im Gastro-Großhandel gelistet

Zum Mitnehmen — offline erhältlich

Bioland – Ökologischer Landbau EU-Bio-Logo – Europäisches Bio-Siegel

Bio-zertifiziert

Sankt Sprizz ist Bioland- und EU-Bio-zertifiziert. Öko-Kontrollstelle DE-ÖKO-006 (ABCERT). Bioland- und EU-Bio-Zertifikat sind jederzeit öffentlich abrufbar. Zertifikate ansehen ↗

Unsere Haltung

Slow Food Deutschland – Unterstützer-Jahreslogo 2026

Gut. Sauber. Fair.

Gut, sauber, fair — dafür steht Slow Food. Die Aperitivo Kollektiv GmbH ist Unterstützermitglied bei Slow Food Deutschland. 2026 waren wir Aussteller auf dem Markt des guten Geschmacks in Stuttgart — der Slow Food Messe. Einen Stand bekommt dort nur, wer die Messeprüfung besteht.

Zwei Flaschen Sankt Sprizz stoßen im Münchner Eisbach an – Bio-Aperitivo mit und ohne Alkohol. Foto: forStory
Anstoßen im Eisbach, München. Foto: forStory

Am schönsten Tisch fragt keiner, was im Glas ist.

Zwei Stärken, dieselbe Rezeptur — am besten probierst du sie nebeneinander.

Produktfotos: Viktoria Kornfeld

6 × 0,2 l für 24 € (20,00 €/l), inkl. MwSt., zzgl. Versand.

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