Was „natürliches Aroma“ wirklich bedeutet
„Mit natürlichem Aroma" klingt nach Frucht und Natur. Tatsächlich sagt der Begriff erstaunlich wenig darüber aus, was wirklich im Getränk steckt. Hier die drei Stufen, die das Lebensmittelrecht unterscheidet.
Die drei Stufen von „Aroma"
| Bezeichnung | Was es bedeutet |
|---|---|
| „Aroma" | darf im Labor entstehen, synthetisch – Geschmack aus dem Baukasten |
| „Natürliches Aroma" | aus einer natürlichen Quelle – das können aber auch Mikroorganismen oder Holzspäne sein, nicht zwingend die Frucht |
| „Natürliches Orangenaroma" | erst wenn die Frucht genannt wird, muss das Aroma zu mind. 95 % aus genau dieser Frucht stammen |

Warum das wichtig ist
Das berühmte „natürliche Erdbeeraroma" hatte historisch oft nie eine Erdbeere gesehen. Für dich heißt das: Steht auf einem Getränk nur „Aromen" oder „natürliches Aroma", muss der Geschmack nicht aus echten Zutaten kommen. Erst die genaue Fruchtnennung – oder der Verzicht auf Aroma überhaupt – schafft Klarheit.
Unser Weg: echte Extrakte statt Aroma
Sankt Sprizz kommt ganz ohne Aromazusatz aus. Den Geschmack tragen echte Kräuterextrakte – der vollständige Auszug von Kräutern wie Enzian und Wermut – auf Bioland-Weinbasis. Was sonst noch in einem typischen orangefarbenen Aperitif steckt, liest du in Was wirklich in Aperol steckt; wie wir arbeiten, in Wie wir Sankt Sprizz machen.
Häufige Fragen
Was bedeutet „natürliches Aroma"?
Dass der Aromastoff aus einer natürlichen Quelle stammt – das können auch Mikroorganismen oder Holzspäne sein, nicht zwingend die genannte Frucht. Erst „natürliches Orangenaroma" muss zu mindestens 95 % aus Orange bestehen.
Ist „natürliches Aroma" dasselbe wie die echte Zutat?
Nein. Ein Aroma ist ein isolierter Geschmacksstoff. Ein echtes Kräuter- oder Fruchtextrakt dagegen ist der vollständige Auszug der Pflanze. Sankt Sprizz verwendet echte Extrakte statt Aroma.