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Weiße und rote Weintrauben – die Cuvée hinter dem zarten Rosé von Sankt Sprizz

Wie wir Sankt Sprizz machen: echte Kräuter, vegan geklärt, Bioland

Kurz erklärt: Sankt Sprizz besteht aus echtem Bioland-Wein aus Franken – eine Cuvée aus Weiß- und Rotwein gibt die zarte rosé Farbe, ganz ohne Farbstoff. Den Geschmack tragen echte Kräuterextrakte statt Aromen, gesüßt wird mit gereinigtem Traubenzucker statt raffiniertem Zucker. Geklärt wird rein mechanisch – vegan, ganz ohne Schönungsmittel. Bioland heißt mehr Bio-Zutaten und deutlich weniger erlaubte Zusatzstoffe als das gesetzliche EU-Bio – und wir unterstützen die Slow-Food-Idee von gutem, sauberem, fairem Essen.

In einem anderen Artikel haben wir gezeigt, was in einem klassischen orangefarbenen Aperitivo steckt: synthetische Farbstoffe, Aromen, Zucker. Hier geht es um die andere Seite – wie aus echtem Wein, echten Kräutern und Trauben ein Sankt Sprizz wird. Und warum er rosé ist, vegan und Bioland.

Die Basis: echter Bioland-Wein aus Franken

Viele Aperitifs sind im Kern gefärbtes, gezuckertes Wasser mit Alkohol. Bei uns steht am Anfang echter Bioland-Wein aus Franken – vom Weingut Rothe in Nordheim am Main, einem Bioland-Pionier der Region. Weil wir keinen Farbstoff verwenden, muss die Farbe von woanders kommen: aus einer Cuvée aus Weiß- und Rotwein. Der kleine Anteil Rotwein färbt das Ganze in ein zartes, natürliches Rosé – nicht neonorange, sondern so, wie ein ehrlicher Aperitivo eben aussieht. (Die Geschichte des Weinguts – und warum fränkischer Bioland-Wein etwas Besonderes ist – erzählen wir in einem eigenen Artikel.)

Weiße und rote Weintrauben – aus dieser Cuvée bekommt Sankt Sprizz seine zarte rosé Farbe
Weiß und Rot: Aus dieser Cuvée entsteht der zarte Rosé-Ton – ganz ohne Farbstoff.

Echte Kräuterextrakte – nicht „Aroma"

Den Charakter geben echte Kräuter und Wurzeln, unter anderem Enzian und Wermut und einige weitere, deren Zusammenspiel unsere Rezeptur ausmacht und die wir nicht alle verraten. Entscheidend ist: Wir arbeiten mit echten Kräuterextrakten – dem vollständigen Auszug der echten Pflanze, nicht mit einem nachgebauten Geschmacksstoff aus dem Fläschchen.

Echte Kräuter und Wurzeln für Aperitivo – Enzian, Wermut, Rosmarin, Thymian und Orangenschale auf einem Holzbrett
Echte Kräuter und Wurzeln – unter anderem Enzian und Wermut – statt Aroma aus dem Fläschchen.

Der Unterschied ist größer, als viele denken. Das Lebensmittelrecht erlaubt drei sehr verschiedene Dinge:

  • „Aroma" – darf im Labor entstehen, synthetisch.
  • „Natürliches Aroma" – aus einer natürlichen Quelle, aber nicht zwingend aus der namensgebenden Frucht; erlaubt sind sogar Mikroorganismen oder Holzspäne.
  • „Natürliches Orangenaroma" – muss zu mindestens 95 % aus der genannten Frucht stammen.

Ein echtes Kräuterextrakt geht noch weiter: Es ist kein isolierter Geschmacksstoff, sondern der ganze Auszug der Pflanze – mit ihren Bitterstoffen, ihrer Tiefe, ihren Eigenheiten. Genau das schmeckt man im Glas.

Sauber geklärt – rein mechanisch, vegan

Räumen wir mit einem Missverständnis auf: Ein guter Aperitivo ist immer geklärt. Niemand will ein trübes Glas, und kein trübes Produkt verkauft sich im Regal. Die eigentliche Frage ist nicht ob, sondern wie.

In der konventionellen Herstellung kommen dafür oft tierische Schönungsmittel zum Einsatz – Gelatine, Eiklar oder Hausenblase (aus Fischblasen). Sie binden die Trübstoffe und werden wieder entfernt. Wir gehen den klarsten Weg: rein mechanische Filtration, ganz ohne Schönungsmittel – weder tierische noch andere. Das macht das Glas zuverlässig klar und ist von Natur aus vegan.

Mehr dazu: warum nicht jeder Aperitif vegan ist · Enzian & Wermut, die Bitterkräuter.

Warum wir die Slow-Food-Idee unterstützen

Slow Food steht für drei einfache Worte: gut, sauber, fair. Gut heißt echtes Handwerk und gute Zutaten. Sauber heißt frei von unnötigen Aroma-, Hilfs- und Zusatzstoffen, ressourcenschonend hergestellt. Fair heißt anständig und nachhaltig erzeugt. Diese Idee unterstützen wir – und haben Sankt Sprizz auf dem „Markt des guten Geschmacks", der Slow-Food-Messe in Stuttgart, vorgestellt.

Was unterscheidet uns dabei von einem beliebigen Bio-Aperitivo? Slow Food schaut genau auf die Zutaten. Viele Aperitifs – auch in Bio – greifen zum Beispiel zu Zitronensäure als Säuerungsmittel. Wir nicht. Bei uns kommt der Charakter aus echten Zutaten und handwerklicher Herstellung, nicht aus solchen Hilfsmitteln – genau das ist im Sinne von Slow Food. (Wie unser Messeauftritt in Stuttgart war, lest ihr im eigenen Artikel.)

Warum Bioland – und nicht nur „Bio"

„Bio" ist nicht gleich „Bio". Das EU-Bio-Siegel verlangt mindestens 95 % Bio-Zutaten und lässt deutlich mehr Zusatzstoffe zu. Bioland, einer der größten deutschen Bio-Anbauverbände, geht mit seinen Richtlinien deutlich weiter: mehr Bio-Zutaten und spürbar weniger erlaubte Zusatzstoffe – viele technische Hilfs- und Aromastoffe sind schlicht verboten –, der ganze Betrieb muss bio sein, dazu schonende Verarbeitung und ein regionaler Kreislauf.

Bioland-Weinberg auf grünen Hügeln im warmen Abendlicht
Bioland heißt: konsequent bio – vom Weinberg bis ins Glas.

Wir haben uns bewusst für Bioland entschieden, weil es genau zu unserem Anspruch passt: nichts Unnötiges, alles echt. Ein Bioland-Produkt erfüllt automatisch auch EU-Bio – plus die strengeren Regeln des Verbands.

Die Süße – aus der Traube, hell und klar

Gesüßt wird nur dezent – mit rektifiziertem Traubenmostkonzentrat. Das klingt technisch, ist im Kern aber einfach: eingedickter Traubenmost, so weit gereinigt, dass am Ende vor allem der reine, helle Traubenzucker übrig bleibt. Nähme man stumpf eingedickten Traubensaft, wäre er bräunlich und trüb – ein Aperitif soll aber klar und einladend im Glas stehen. So kommt die Süße zu 100 % aus der Frucht, ohne raffinierten Zucker, und der Drink bleibt transparent. Deshalb schmeckt Sankt Sprizz fein herb statt klebrig.

Was bewusst nicht drin ist

  • Kein synthetischer Farbstoff – kein E110, kein E124. Die Farbe kommt aus dem Wein.
  • Kein künstliches Aroma – der Geschmack aus echten Kräuterextrakten.
  • Keine Zitronensäure – kein synthetisches Säuerungsmittel.
  • Kein Konservierer wie Velcorin.
  • Kein Schönungsmittel – rein mechanisch und vegan geklärt.

Mit oder ohne Alkohol – für jeden am Tisch

Sankt Sprizz gibt es in drei Alkoholstufen, damit jeder mitmachen kann: Senza mit 0,0 % vol., Light mit 1 % vol. und Classic mit 5 % vol. Gleicher Geschmack, gleiches Glas – nur der Alkoholgehalt unterscheidet sich. So sitzt niemand mit Wasser daneben, ob er heute fährt, pausiert oder genießt. Sechserpaket zum Kennenlernen →

Häufige Fragen

Woraus besteht Sankt Sprizz?

Aus Bioland-Wein aus Franken (einer Cuvée aus Weiß- und Rotwein für die zarte rosé Farbe), echten Kräuterextrakten (unter anderem Enzian und Wermut) und rektifiziertem Traubenmostkonzentrat (gereinigtem Traubenzucker). Ohne synthetischen Farbstoff, ohne künstliches Aroma, ohne Konservierer, ohne Zitronensäure – und vegan.

Ist Sankt Sprizz vegan?

Ja. Statt tierischer Schönungsmittel wie Gelatine, Eiklar oder Hausenblase wird rein mechanisch filtriert – ganz ohne Schönungsmittel. Damit ist Sankt Sprizz von Natur aus vegan.

Was ist rektifiziertes Traubenmostkonzentrat?

Eingedickter, gereinigter Traubenmost – im Kern reiner, heller Traubenzucker. So süßt man aus der Frucht, ohne raffinierten Zucker und ohne dass der Aperitif braun oder trüb wird.

Was unterscheidet ein echtes Kräuterextrakt von einem „Aroma"?

Ein „Aroma" darf synthetisch im Labor entstehen; ein „natürliches Aroma" stammt aus irgendeiner natürlichen Quelle, sogar aus Holzspänen oder Mikroorganismen. Ein echtes Kräuterextrakt dagegen ist der vollständige Auszug der echten Pflanze – mit allen Bitter- und Geschmacksstoffen.

Warum Bioland statt nur „Bio"?

Bioland geht über das gesetzliche EU-Bio hinaus: mehr Bio-Zutaten und deutlich weniger erlaubte Zusatzstoffe. Viele Hilfs- und Aromastoffe sind verboten. Bioland ist damit strenger als das EU-Bio-Minimum.

Warum ist Sankt Sprizz rosé und nicht orange?

Weil wir keinen Farbstoff verwenden. Die zarte Rosé-Farbe stammt aus einer Cuvée aus Weiß- und Rotwein – nicht aus synthetischen Azo-Farbstoffen wie E110 oder E124.