Rote Weintrauben im sonnigen Weinberg – veganer Aperitivo auf Weinbasis

Veganer Aperitivo: warum nicht jeder Aperitif vegan ist

Nicht jeder Aperitif ist vegan — auch dann nicht, wenn nur Trauben, Kräuter und Früchte drinstecken. Der Grund liegt in einem Herstellungsschritt, den du dem fertigen Getränk nicht ansiehst: der Klärung. Damit Wein und Aperitif klar und brillant ins Glas kommen, werden Trübstoffe in der konventionellen Herstellung oft mit tierischen Schönungsmitteln gebunden — mit Gelatine, Eiklar oder Hausenblase aus den Schwimmblasen von Fischen. Sankt Sprizz geht einen anderen Weg: rein mechanisch filtriert, ganz ohne Schönungsmittel — und damit von Natur aus vegan.

Warum Aperitif nicht automatisch vegan ist

Niemand will ein trübes Glas. Damit ein Wein oder Aperitif klar und brillant wird, müssen Trübstoffe entfernt werden. In der konventionellen Herstellung bindet man sie oft mit tierischen Schönungsmitteln: Das Schönungsmittel verbindet sich mit den Schwebstoffen, danach wird beides zusammen herausgefiltert. Im Endprodukt sind die Mittel also nicht mehr enthalten — im Herstellungsweg aber sehr wohl.

Und genau darauf kommt es an: Wer vegan lebt, für den zählt nicht nur, was am Ende im Glas landet, sondern auch, womit es gemacht wurde. Ein Getränk, das mit Gelatine oder Hausenblase geklärt wurde, gilt deshalb als nicht vegan — auch wenn die Mittel am Ende herausgefiltert sind.

Die typischen tierischen Schönungsmittel im Überblick

Vier Mittel kommen in der konventionellen Klärung besonders häufig zum Einsatz — und keines davon ist pflanzlich:

Mittel / Verfahren Woraus es stammt Vegan?
Gelatine aus tierischem Bindegewebe nein
Hausenblase aus den Schwimmblasen von Fischen nein
Eiklar (Albumin) aus Hühnerei nein
Kasein aus Milch nein
Mechanische Filtration ohne Schönungsmittel — Trübstoffe werden herausgefiltert ja

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Deshalb steht auf manchem Wein „nicht für Veganer geeignet“, obwohl nur Trauben drin sind.

Weiße und rote Weintrauben — Basis für einen veganen Aperitivo auf Weinbasis
Nur Trauben im Glas heißt nicht automatisch vegan — es kommt auf die Klärung an.

Warum du die Klärung am Etikett oft nicht erkennst

Schönungsmittel stehen in der Regel in keiner Zutatenliste — sie gelten als Hilfsstoffe und werden wieder entfernt. Dazu kommt eine Besonderheit des Kennzeichnungsrechts: Bei Getränken über 1,2 % vol. sind Zutatenliste und Nährwertangaben freiwillig (Art. 9 und Art. 16 Abs. 4 der VO (EU) 1169/2011). Ein Aperitif mit mehr als 1,2 % vol. musste dir lange nicht einmal seine Zutaten verraten — erst seit dem 8. Dezember 2023 müssen Wein und aromatisierte Weinerzeugnisse ihre Zutaten deklarieren (VO (EU) 2021/2117); für viele andere alkoholische Getränke gilt die Lücke weiter. Warum diese Lücke existiert und was sie für dich bedeutet, liest du in Alkohol-Kennzeichnung: die 1,2-Prozent-Lücke.

Praktisch heißt das: Verlass dich beim Einkauf auf ausdrückliche Hinweise des Herstellers — oder frag direkt nach, wie geklärt wurde.

Unser Weg: rein mechanisch geklärt

Sankt Sprizz wird rein mechanisch filtriert — ganz ohne Schönungsmittel, weder tierische noch andere. Das macht das Glas zuverlässig klar und ist von Natur aus vegan. Auch sonst bleibt die Rezeptur pur: Der Rosé-Ton kommt allein aus den Trauben, ganz ohne Farbstoff, und Chinin steckt ebenfalls keines drin — die herbe Note liefern Kräuterextrakte aus Enzian und Wermut.

Jede Zutat hat dabei eine klare Adresse: Der Bio-Wein kommt vom Bioland-Weingut Rothe in Nordheim am Main (Franken), die Grundmischung entsteht in Willing bei Bad Aibling, gemischt und abgefüllt wird am Ammersee (PERGER, Breitbrunn). Die Bioland-Richtlinien sind dabei deutlich strenger als das gesetzliche EU-Bio-Siegel — was das genau heißt, steht in Was ist Bioland? Und wie die Herstellung Schritt für Schritt abläuft, zeigt Wie wir Sankt Sprizz machen.

Zwei Stärken, eine Rezeptur — beide vegan

Sankt Sprizz gibt es in zwei Stärken: Senza 0,0 % auf Basis von entalkoholisiertem Bio-Wein und Classic 5,0 % mit Alkohol. Beide teilen die gleiche Rezeptur — und beide werden rein mechanisch filtriert. Vegan sind beide — du entscheidest nur noch, ob mit oder ohne Alkohol. Wie sich Sankt Sprizz im Detail von anderen Aperitivos unterscheidet, zeigt unser Aperitivo-Vergleich. Und wenn du eine Feier planst, bei der vegane Gäste und Gäste, die keinen Alkohol trinken, gleichermaßen gut versorgt sein sollen, hilft dir Getränke für Feiern — mit und ohne Alkohol bei der Planung.

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Häufige Fragen

Ist jeder Aperitif vegan?

Nein. Viele werden mit tierischen Schönungsmitteln wie Gelatine, Eiklar oder Hausenblase geklärt. Auch wenn diese am Ende herausgefiltert sind, gelten solche Getränke als nicht vegan.

Warum ist Wein nicht immer vegan?

Weil zur Klärung oft tierische Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Vegan ist ein Wein nur, wenn er ohne tierische Schönung — etwa rein mechanisch — geklärt wird.

Woran erkenne ich, ob ein Aperitif vegan ist?

Am sichersten an einem ausdrücklichen Vegan-Hinweis des Herstellers. Schönungsmittel sind im fertigen Getränk nicht mehr enthalten, und bei Getränken über 1,2 % vol. ist die Zutatenliste ohnehin freiwillig — dem Etikett siehst du die Art der Klärung deshalb oft nicht an.

Ist Sankt Sprizz vegan?

Ja. Sankt Sprizz wird rein mechanisch filtriert, ganz ohne tierische Schönungsmittel, und ist damit von Natur aus vegan.

Sind Senza 0,0 % und Classic 5,0 % beide vegan?

Ja. Beide Stärken teilen die gleiche Rezeptur und werden rein mechanisch filtriert — ganz ohne tierische Schönungsmittel.

Sankt Sprizz in drei Stärken – Kronkorken mit 0,0 %, 1 % und 5 % vol – Foto: forStory

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