Sankt Sprizz Aperitivo auf italienischer Piazza – Aperitivo-Kultur

Aperitivo-Kultur: was dahintersteckt

„Komm auf einen Aperitivo“ heißt in Italien nicht „komm auf einen Drink“, sondern: Lass uns den Abend einläuten. Aperitivo ist die Stunde vor dem Essen — man kommt zusammen, trinkt etwas Herbes, isst kleine Häppchen. Das Wort kommt von „öffnen“: Der Aperitivo öffnet den Abend und den Appetit. Es geht um den Moment, nicht um den Alkohol. Hinter dem Wort steckt eine ganze Kultur — und die passt erstaunlich gut nach Bayern.

Woher das Wort Aperitivo kommt

Aperitivo geht auf das lateinische aperire zurück: öffnen. Gemeint ist der Auftakt vor dem Essen — das Getränk, das den Gaumen weckt und Appetit macht, und zugleich das Signal: Der Tag ist erledigt, jetzt beginnt der Abend. Genau deshalb ist ein Aperitivo herb und nicht süß. Ein süßes Getränk gehört ans Ende des Essens, ein herbes an den Anfang — die Bitterkeit aus Kräutern wie Enzian und Wermut ist also kein Zufall, sondern Programm. Genau diese Bitterkräuter stecken als Kräuterextrakte auch in Sankt Sprizz.

Glas Sankt Sprizz auf Eis mit Orange – die Aperitivo-Stunde
Ein herbes Glas zum Auftakt – darum geht es beim Aperitivo.

Herb statt süß: der Blick aufs Etikett

Wie herb ein Aperitivo wirklich ist, verrät ein Blick auf den Zuckergehalt. Fertig gemischte Klassiker wie Lillet Tonic und Aperol Spritz sind süßer, als man beim herben Geschmack erwartet — der fertige Aperol Spritz liegt sogar über Cola. Die belegten Werte je 100 ml im Überblick:

Getränk Alkohol Zucker je 100 ml
Sankt Sprizz Senza 0,0 % vol. (Etikett) 5,5 g
Sankt Sprizz Classic 5,0 % vol. 5,5 g
Lillet Tonic, fertig gemischt 10,3 % vol. 8,6 g
Cola (zum Vergleich) ohne Alkohol ≈ 10,6 g
Aperol Spritz, fertig gemischt 10,5 % vol. 11 g

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Quellen: Sankt Sprizz laut Etikett; Lillet Tonic laut LMIV-Angaben (getraenkedienst.com); Aperol Spritz laut Herstellerangaben zum fertig gemischten Aperol Spritz (10,5 % vol.).

Sankt Sprizz liegt in beiden Stärken bei 5,5 g Zucker je 100 ml — die Süße kommt aus Traubenmostkonzentrat, also aus der Süße der Trauben. Wer den klassisch gemixten Aperol Spritz nachrechnet, landet bei etwa 150–180 kcal pro Glas; mehr dazu im Artikel Aperol Spritz und Kalorien. Und wer Alternativen nebeneinanderlegen will: Alkoholfreier Aperitivo im Vergleich.

Die Aperitivo-Stunde: Zeit, Häppchen, Gesellschaft

In Italien trifft man sich am frühen Abend, oft zwischen 18 und 20 Uhr, auf einen Aperitivo. Dazu gehören Stuzzichini — kleine Häppchen wie Oliven, Käse, Chips oder Grissini. Sie sollen den Appetit anregen, nicht satt machen: Das Abendessen kommt ja noch.

Drei Zutaten machen die Stunde aus: ein herbes Getränk, etwas zum Knabbern — und vor allem Gesellschaft. Es geht nicht ums Trinken, sondern ums Zusammenkommen: kurz innehalten zwischen Tag und Abend. Der Aperitivo ist kein Vorglühen und kein Abendessen, sondern der Übergang dazwischen — eine bewusste Pause, bevor der Abend richtig beginnt. Genau diese Haltung meint auch das italienische dolce far niente.

Mit und ohne Alkohol: eine Rezeptur, zwei Stärken

Wenn es beim Aperitivo um den Moment geht und nicht um den Alkohol, sollte die ganze Runde mitmachen können — auch wer noch fährt oder heute einfach nichts trinken mag. Deshalb gibt es Sankt Sprizz in zwei Stärken mit gleicher Rezeptur: Senza trägt 0,0 % vol. auf dem Etikett und basiert auf entalkoholisiertem Bio-Wein, Classic hat 5,0 % vol. Im Glas heißt das: Senza kommt auf 22 kcal je 100 ml (44 pro Flasche), Classic auf 50 kcal je 100 ml (100 pro Flasche) — der Unterschied stammt allein vom Alkohol. So steht niemand mit einem Verlegenheits-Wasser da, und niemand muss erklären, warum er heute nichts trinkt.

Aperitivo auf Bayerisch

Diese Kultur lässt sich übersetzen: ein herbes Glas, gute Häppchen, Zeit mit anderen — nur eben mit bayerischer Handschrift. Sankt Sprizz ist ein bayerischer Aperitivo auf Bioland-Weinbasis. Der Bio-Wein kommt vom Bioland-Weingut Rothe in Nordheim am Main (Franken), die Grundmischung mit Enzian und Wermut entsteht in Willing bei Bad Aibling, gemischt und abgefüllt wird am Ammersee (PERGER, Breitbrunn). Die Bioland-Richtlinien sind dabei deutlich strenger als das gesetzliche EU-Bio-Siegel — und der Rosé-Ton kommt ohne Farbstoffe aus.

So planst du deine eigene Aperitivo-Stunde

Viel braucht es nicht: ein früher Abend, ein kalt gestelltes herbes Getränk, zwei, drei Schalen Stuzzichini und Leute, mit denen du gern anstößt. Als Faustregel für größere Runden: 1–2 Gläser (je 200 ml) pro Gast. Wie das konkret aussieht, zeigen Aperitivo-Stunde zu Hause und Food-Pairing zum alkoholfreien Aperitivo. Planst du für eine gemischte Runde, hilft die Übersicht Getränke für Feiern — mit und ohne Alkohol. Und wer beide Stärken kennenlernen will, startet am einfachsten mit dem 6er-Paket.

Häufige Fragen

Was bedeutet Aperitivo?

Das Wort kommt vom lateinischen „aperire“ (öffnen) und meint den Auftakt vor dem Essen: ein meist herbes Getränk, das den Appetit weckt — und den geselligen Moment einläutet.

Was ist die Aperitivo-Stunde?

Die Zeit am frühen Abend, oft zwischen 18 und 20 Uhr, in der man sich auf einen Aperitivo und kleine Häppchen (Stuzzichini) trifft. Im Mittelpunkt steht das Zusammenkommen, nicht der Alkohol.

Was sind Stuzzichini?

Stuzzichini sind die kleinen Häppchen zum Aperitivo — etwa Oliven, Käse, Chips oder Grissini. Sie sollen den Appetit anregen, nicht satt machen: Das Abendessen kommt danach.

Warum ist ein Aperitivo herb und nicht süß?

Die Bitterkeit hat eine Aufgabe: Sie weckt den Gaumen und macht Appetit auf das Essen danach. Klassische Aperitivo-Getränke setzen deshalb auf Bitterkräuter. Bei Sankt Sprizz stammen die Bitternoten aus Kräuterextrakten aus Enzian und Wermut.

Geht Aperitivo auch ohne Alkohol?

Ja — beim Aperitivo geht es um den Moment, nicht um den Alkohol. Sankt Sprizz Senza trägt 0,0 % vol. auf dem Etikett und basiert auf entalkoholisiertem Bio-Wein; die Rezeptur ist dieselbe wie beim Classic mit 5,0 % vol.

Sankt Sprizz in drei Stärken – Kronkorken mit 0,0 %, 1 % und 5 % vol – Foto: forStory

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